Behandlung der Parodontose

Über die Hälfte der deutschen Bevölkerung leidet an Erkrankungen des Zahnhalteapparates, die als Parodontitis/Parodontose bezeichnet wird.

Anfangs kommt es zu spontanen Blutungen am Zahnfleisch, begleitet von Schwellung und starker Rötung. Im Verlauf der anfangs nahezu schmerzfreien Erkrankung kommt es zum Rückgang des Zahnfleisches und später zur Lockerung der Zähne bis hin zum Zahnverlust.

Dies zu vermeiden ist Sinn der Parodontaltherapie, die zum Teil von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird:
  1. Professionelle Zahnreinigung, um alle harten und weichen Beläge zu entfernen
    Häufig bessern sich schon dadurch die Symptome der Erkrankung, teilweise ist eine Weiterbehandlung nicht mehr notwendig. Lediglich regelmäßige Nachsorge und Nachreinigung des Gebisses sind erforderlich.
  2. Durchführung der Parodontaltherapie, ggf. mit vorangehendem Bakterientest
    Je nach Schweregrad wird unter örtlicher Betäubung eine tiefe Reinigung der befallenen Wurzeloberflächen durchgeführt. Mittels Ultraschall und graziler Instrumente wird der aktive Bakterienfilm, der für die Erkrankung verantwortlich ist, von den Wurzeln entfernt, wodurch eine Ausheilung der Entzündung überhaupt erst möglich wird. Gegebenenfalls muss die Behandlung durch ein Antibiotikum unterstützt werden, falls ein vorangehender Bakterientest dies erforderlich macht.
  3. Nachsorge und regelmäßig wiederkehrende Professionelle Zahnreinigung
    Um die erneute Anheftung von Belägen zu verhindern, sollten diese frühzeitig und regelmäßig beseitigt werden, dann kann einem erneuten Ausbruch der Parodontose vorgebeugt werden.